Dagmar Steffen (2004)
Lieber Abdul,
ich möchte dir für die wunderschöne Reise danken.Eigentlich
hasse ich Gruppenreisen und diese Reise in den Jemen über Weihnachten-
Neujahr 2003-2004 war erst meine zweite Gruppenreise. All denen, die
genauso wie ich skeptisch sind, wenn sie nicht individuell reisen
können, kann ich nur versichern, dass nicht strikt ein Programm
eingehalten wurde, sondern auch Rücksicht auf individuelle Bedürfnisse
genommen wurde.
Als meine Familie und Freunde hörten, dass ich in den Jemen reisen
wollte, gab es kaum jemanden, der mich nicht eindringlich vor der
Reise warnen musste. Zu diesen Einwänden konnte ich kaum etwas
entgegnen, weil ich nicht gut vorbereitet war. Nach dieser Reise kann
ich nur sagen, dass eine gewaltige Diskrepanz besteht zwischen den
Informationen, die auch besonders vom Auswärtigen Amt zur Verfügung
gestellt werden, und der Realität. Während der ganzen Reise
habe ich mich sehr sicher gefühlt. Vielmehr auch geborgen und
dies ist besonders Abdul und den beiden Fahrern zu verdanken.
Meine Eindrücke?
Das Essen war unglaublich gut. Einige böse Zungen behaupteten
vorher, ich müsste 12 Tage lang Hirsebrei essen. Besonders der
Fisch war ein Genuss.
So viele Menschen, dass mir manchmal ganz schwindlig wurde. Meistens
sehr freundlich. Geliebt habe ich vor allem die Kinder mit ihrem selbstgebauten
Spielzeug.
Überall Zeichen von Kultur, eine atemberaubende Architektur.
Zum Schluss muss ich auch erwähnen, dass wir hier in Griechenland
von dem Zustand der straßen im Jemen nur träumen können.
Besonders auf diesem Sektor spürt man die Aufbruchstimmung.
Tipps für Interessenten: Unbedingt Dagmars Liste beherzigen
(z.B. Campingbesteck mitnehmen)
Dies war meine erste Reise in ein arabisches Land. Ich bin jetzt
nur neugierig auf mehr.
Liebe Grüße
Dagmar
Januar 2004